Hába Quartett
Bild © Jérôme Müller-Dupage

Für die Musiker des heute in Frankfurt am Main ansässigen Hába Quartetts ist die Auseinandersetzung mit der Musik unserer Zeit immer wieder Aufgabe und Herausforderung zugleich.

Die Geschichte des Ensembles erstreckt sich mittlerweile über ein halbes Jahrhundert: 1946 wurde das Hába Quartett von dem Geiger Dusan Pandula in Prag gegründet. Mit dem Namensgeber Alois Hába, einem der wichtigen Komponisten der mikrotonalen Musik, bestand eine herzliche Freundschaft. 1968, nach der Übersiedlung Dusan Pandulas nach Deutschland, löste sich das Quartett auf, um 1984 von ihm und seinem Schüler Peter Zelienka in Frankfurt wieder neu gegründet zu werden.

Das Hába Quartett versteht sich als direkter Nachfolger und Träger einer langjährigen Tradition, und die heutigen Mitglieder des Ensembles, die allesamt im hr-Sinfonieorchester tätig sind, erheben den Anspruch, Hábas Werke mit größter Authentizität zu interpretieren. Das Repertoire der Musiker Sha Katsouris (Violine), Hovhannes Mokatsian (Violine), Peter Zelienka (Viola) und Arnold Ilg (Violoncello) umfasst aber auch alle anderen Stilepochen, und in den letzten Jahren widmet sich das Ensemble auch verstärkt der Musik der »entarteten« Komponisten Ullmann, Klein, Haas, Krása, Schulhoff, Sekles sowie der russischen Avantgarde. Eine intensive Konzerttätigkeit, Rundfunkaufnahmen und Auftritte bei bedeutenden Festivals, u.a. in Salzburg, Graz, München, Hannover, Berlin, Den Haag und Prag, dokumentieren das hohe künstlerische Niveau des Hába Quartetts.