Martynas Levickis

Er ist der Shooting Star auf einem Instrument, das man in der klassischen Musik kaum zu hören bekommt. Sein Spiel ist hinreißend mitreißend und von unglaublicher Virtuosität. Zu seinem internationalen Erfolg hat ausgerechnet die litauische »Got Talent« Casting Show beigetragen, die Martynas Levickis 2010 gewonnen hat.

Bereits mit drei Jahren hatte Levickis, 1990 in Tauragė geboren, sein erstes Akkordeon in der Hand und brachte sich selbst das Spielen bei. Mit acht Jahren nahm er in der rund 100 km entfernten Stadt Šiauliai erstmals Unterricht. Dann ging es Schlag auf Schlag: Mit 13 gewann er seine ersten Wettbewerbe und begann mit 18 sein Studium an der Royal Academy of Music in London. Und im gleichen Jahr, als er bei der Casting Show auftrat, gewann er die Akkordeon-Weltmeisterschaft 2010, dem »Coupe Mondiale«, der in Kroatien von der »Confederation Internationale des Accodeonistes (CIA) IMC – UNESCO« ausgetragen wurde.

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Internationaler Erfolg

Die Casting Show hatte eine ungleich größere Wirkung als die Weltmeisterschaft: Das Video seines damaligen Auftritts verbreitete sich über die sozialen Netzwerke, das Plattenlabel DECCA wurde auf ihn aufmerksam und schon unterschrieb er seinen ersten Vertrag. Sein Debüt-Album »Martynas« kam 2013 heraus und eroberte sofort die Spitze der »Classical Artist Albums Charts« in Großbritannien – ein doppelter Rekord, stand doch mit diesem Album zum ersten Mal eine Akkordeon-Aufnahme auf Platz 1. Somit dürfte Levickis ist wohl einer der wenigen sein, dem eine Casting Show zu einer internationalen Karriere verholfen hat.

Auf der Bühne mit David Garrett

In Deutschland stand er zum ersten Mal 2013 auf der Berliner Waldbühne - und dann gleich mit David Garett. Da spielte er zum ersten Mal vor 18.000 Menschen. Er trat in renommierten Konzerthäusern wie der etwa in der Royal Albert Hall in Lodon oder etwas weiter weg im Gangdong Arts Center in Süd Korea auf. Konzerte gab er unter anderem mit dem BBC Concert Orchestra oder dem Litauischen Nationalen Symphonieorchester. 2015 gründete Levickis sein eigenes Ensemble »Mikroorkéstra«.

»Das Image des Akkordeons neu definieren«

Levickis Geheimnis: Seine außergewöhnliche Musikalität und sein weit gespanntes Repertoire. Das liegt irgendwo zwischen Brahms und Lady Gaga, reicht vom Barock über Pop und Rock bis hin zu zeitgenössischer Musik. »Ich habe mir vorgenommen, das Image des Akkordeons neu zu definieren und zu zeigen, dass man dieses Instrument ausgesprochen vielseitig einsetzen kann«, sagte er in einem Interview. Das gelingt ihm mit leichter Hand.

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