Konzert Brahms-Doppel

hr-Sinfoniekonzerte
Christoph Eschenbach
  • Stephen Waarts | Violine
  • Ivan Karizna | Violoncello
  • Christoph Eschenbach | Dirigent

  • Johannes Brahms | Doppelkonzert
  • Johannes Brahms | 1. Sinfonie
Frankfurt am Main
Alte Oper
Großer Saal
Opernplatz 1
60313 Frankfurt am Main

Das Beethoven-Jubiläumsjahr ist vorüber, Zeit also, auch an den zu denken, der unter dem Übervater Beethoven gelitten hat. Berühmt geworden ist das Wort vom »Riesen«, den Johanns Brahms so viele Jahre »hinter sich marschieren« hören musste – was die Entstehung seiner eigenen 1. Sinfonie fast unendlich verzögert hat. Und als sie endlich zu hören war, nannte der Dirigent Hans von Bülow sie die »Zehnten Sinfonie Beethovens«, weil Brahms mit ihr vom Dunkel zum Licht strebte wie einst der Meister in der Fünften. Brahms fand seinen Frieden mit Beethoven – so wie er ein Jahrzehnt später Joseph Joachim ein Friedensangebot machte in Form eines Doppelkonzerts. Mit seinem einst engen Freund hatte Brahms sich zerstritten, musikalisch reicht er ihm hier die Hand. Für den Geiger Joachim steht die Violine, für Brahms selbst das Violoncello, im symbolhaften Miteinander finden die so unterschiedlichen Charaktere wieder zusammen. »Es ist dies Konzert gewissermaßen ein Versöhnungswerk«, schreibt Clara Schumann in ihrem Tagebuch. Joachim war übrigens nicht nur ausgesöhnt damit – vielmehr auch musikalisch äußerst angetan. Er möchte, stellte er im Rückblick zu Brahms fest, »seinem Doppelkonzert fast den Vorrang vor dem Violinkonzert zugestehen«.

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Beethoven’s anniversary year is over and now it is time to think about the man who suffered under the great musical patriarch Beethoven. The word »giant« became famous, the »giant« that Johannes Brahms always heard »marching behind him« and the reason why it took him such a long time to write his own 1st symphony. Brahms made his peace with Beethoven – as he did a decade later with his friend, the violinist Joseph Joachim, with whom he had quarrelled. He offers him his hand in a double concerto. The violin stands for Joachim, the cello for Brahms, two completely different characters symbolically reuniting.

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19 Uhr | Konzerteinführung

Karten: 57,– / 47,– / 38,– / 29,– / 19,– €
Bis zu 50 % Ermäßigung für Schüler*innen, Studierende, Auszubildende bis 27 Jahre

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Gabriela Montero
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