Chefdirigent 1997–2006 Hugh Wolff

»Flexibilität« und »Vielfalt« waren zwei wichtige Stichworte für Hugh Wolffs Arbeit mit dem hr-Sinfonieorchester. Er machte Erfahrungen der historischen Aufführungspraxis für moderne Sinfonieorchester nutzbar und eroberte damit Repertoire aus Klassik und Barock zurück.

Hugh Wolff
Der Amerikaner Hugh Wolff bringt neue Akzente in die Arbeit des hr-Sinfonieorchesters Bild © Frank Hülsbörner
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Musikalisches Neuland...

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Zugleich zeigte Wolff auch Interesse an zeitgenössischen Kompositionen und bereicherte das stilistische Spektrum des Orchesters so auch um neue, aktuelle musikalische Facetten.

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Geschichte des hr-Sinfonieorchesters – 1997-2006

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Hugh Wolff kam 1953 als Sohn amerikanischer Eltern in Paris zur Welt und studierte u.a. an der Harvard University und am Pariser Conservatoire. Zu seinen Lehrern gehörten Leon Fleisher und Leonard Shure (Klavier), George Crumb und Olivier Messiaen (Komposition) sowie Charles Bruck (Dirigieren).

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Seine Karriere begann 1979 als Assistent von Mstislaw Rostropowitsch beim National Symphony Orchestra in Washington, wo er später die Position des »Associate Conductor« übernahm. 1985 wurde er Chefdirigent des New Jersey Symphony Orchestra. 1992 übernahm er schließlich die künstlerische Leitung des Saint Paul Chamber Orchestra, dem er acht Jahre als »Music Director« vorstand.

»The Frankfurt Experience«

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Dem in seiner Amtszeit in hr-Sinfonieorchester umgenannten »Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt« vermittelt Hugh Wolff als Chefdirigent vielfältige Impulse. Nicht zuletzt die gemeinsame Haydn- und Beethoven-Arbeit setzt dabei musikalische Maßstäbe. Wenn das hr-Sinfonieorchester unter Wolff Beethoven und Haydn interpretiert, dann wird das Vibrato minimiert und die Hörner und Trompeten spielen mit ventillosen Naturinstrumenten.

Außerdem finden kleine Pauken Verwendung und auch die Sitzordnung der Streicher ist eine andere. »Rediscovering the Classical Style – the Frankfurt Experience« nennt Wolff diesen Ansatz. Das klangliche Resultat seines historisch informierten Musizierens ist dabei ungewöhnlich und spektakulär: Ein energiegeladener, frischer, packend moderner Beethoven und Haydn ist das Ergebnis.

Preisgekrönte Einspielungen

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Zwei Haydn-CDs sowie eine Gesamtaufnahme aller Beethoven-Sinfonien gehören zu den hochgelobten gemeinsamen CD-Projekten. Aber auch vielbeachtete Einspielungen der Sinfonien von George Antheil, für die Hugh Wolff und das hr-Sinfonieorchester 2001 den »Cannes Classical Award« erhielten, sowie Mark-Anthony Turnages und John Scofields »Scorched«, eine Komposition für Jazz-Trio, Bigband und Orchester, die international mit einer gleich zweifachen »Grammy«-Nominierung gewürdigt wird, zeugen von dem großen künstlerischen Erfolg der gemeinsamen neunjährigen Zusammenarbeit.

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Quelle: hr-Sinfonieorchester