Chefdirigent Dean Dixon

Am 3. Oktober 1965 bricht das Sinfonie-Orchester des Hessischen Rundfunks mit seinem Chefdirigenten Dean Dixon zu einer dreiwöchigen Konzertreise durch die Tschechoslowakei, Ungarn, Jugoslawien und Österreich auf. Es ist die erste Gastspielreise eines westdeutschen Rundfunk-Sinfonieorchesters durch osteuropäische Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg.

In 16 Städten werden insgesamt 17 Konzerte gegeben, von denen der Hessische Rundfunk drei in seinem Hörfunkprogramm überträgt. Der Besuch des hr-Sinfonieorchesters in der Tschechoslowakei findet dabei noch vor den ersten offiziellen Kontakten zwischen der Bundesrepublik und dem kommunistisch regierten Land statt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Johannes Brahms: Tragische Ouvertüre, Aufnahme vom 12. September 1968

Johannes Brahms
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Mit sinfonischen Werken von Beethoven, Brahms, Dvorák, Mozart, Strauss und Blacher im Gepäck führt die Konzertreise über tschechoslowakische Karlsbad, Pilsen, Prag, Aussig, Reichenberg und Königgrätz nach Miskolc und Budapest in Ungarn sowie nach Belgrad und Zagreb in Jugoslawien. Letzte Station der Frankfurter Musikerinnen und Musiker ist das Nachbarland Österreich mit Konzerten in Klagenfurth, Graz, Wien, Salzburg, Innsbruck und Dornbirn.

Namhafte ausländische Musikkritiker würdigen in ausführlichen Interviews und Presseberichten aus Wien, Prag, Budapest und Zagreb die musikalische Leistung des Orchesters wie seines Chefdirigenten. Dixons Interpretationen und seine Orchesterbeherrschung, die Disziplin, das Stilgefühl und die musikalische Präzision des hr-Sinfonieorchesters werden besonders hervorgehoben. Zudem ist in der Auslandspresse mehrfach zu lesen, dass die Konzertreise einen »wertvollen Beitrag zur Völkerverständigung« geleistet und die Hoffnung auf Vertiefung der kulturellen Kontakte mit der Bundesrepublik Deutschland gefördert habe.

Orchesterbild mit Dean Dixon