hr-music/Pan Classics Gottfried Huppertz: Zur Chronik von Grieshuus

Mit »Zur Chronik von Grieshuus« hat das hr-Sinfonieorchester eine weitere faszinierende Stummfilm-Partitur von Gottfried Huppertz eingespielt. Die in Kooperation mit ZDF/Arte, Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung und Europäischer Filmphilharmonie auf Basis der in der Deutschen Kinemathek erhaltenen Materialien rekonstruierte Filmmusik ist jetzt auch auf CD erschienen.

CD-Cover Grieshuus
Bild © Panclassics
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Gottfried Huppertz: Zur Chronik von Grieshuus

hr-Sinfonieorchester
Frank Strobel, Dirigent

CD
hr-music/Pan Classics
PC 10355

Gesamtdauer: 94:48

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»Zur Chronik von Grieshuus« gilt als spätes, naturalistisches Meisterwerk des filmischen Expressionismus. 1923 bis 1925 nach der gleichnamigen Novelle Theodor Storms inszeniert, lässt das große deutsche Film-Epos von Arthur von Gerlach die seelenvoll-wehmütige alte Ballade aus der norddeutschen Heide erwachen und verbindet mit ihr die Menschen (verkörpert durch Schauspieler wie die junge Lil Dagover, Paul Hartmann und Rudolf Forster) und ihre Schicksale zu einer eindrucksvollen Einheit.

Der Film erzählt eine Familiensaga, ein Drama um eine verbotene Liebe, Bruderhass und Kampf ums Erbe – fast wie in einer amerikanischen Großserie. Hier aber entfaltet der deutsche Stummfilm seine ganze Bildkraft. Gedreht in der Lüneburger Heide und auf dem Freigelände von Neu-Babelsberg, war der Film die zweite und berühmteste Kinodramatisierung des Berliner Film- und Theaterregisseurs. Die Außenbauten folgen dabei ersten Entwürfen von Hans Poelzig, dem renommierten Architekten des I.G.-Farben-Hauses in Frankfurt.

»Zur Chronik von Grieshuus« wurde nach der Uraufführung von der Ufa gekürzt und in zwei Kurzversionen in die Kinos gebracht. Der umfangreichen Filmrestaurierung der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung aus dem Jahre 2005 schloss sich nun die Rekonstruktion der originalen Filmmusik an, die Gottfried Huppertz für das Epos unmittelbar vor seiner bekannten »Metropolis«-Musik schrieb. Seine sinfonische Partitur gehört dabei zu den wenigen Originalmusiken, die aus den Anfängen des Films überhaupt überliefert sind. Seit der Stummfilmzeit ist sie nun erstmals wieder in ihre Gesamtheit zu erleben.

Quelle: hr-Sinfonieorchester