Johannes Stähle
Bild © Ben Knabe

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Geboren in:
Freiburg im Breisgau

Im Orchester:
seit 1984

Johannes Stähle studierte Kontrabass an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main bei Reinhold Käppler und Günter Klaus und ist seit vielen Jahren Mitglied des hr-Sinfonieorchesters. Zwei CD Produktionen mit Werken von Giovanni Bottesini, im Duo mit Bogusław Furtok, erhielten international große Anerkennung und zeugen von seiner solistischen Tätigkeit. Viele Jahre lang spielte er Kammermusik im Ensemble »Frankfurt-Berlin« mit Reinhold Friedrich und Albrecht Mayer sowie mit dem »Antares-Ensemble«. Sein Interesse und seine Leidenschaft für Barockmusik führen ihn mehr und mehr zur historischen Aufführungspraxis. Meisterkurse bei Dane Roberts und Ekkehard Weber prägen seitdem zunehmend sein musikalisches Profil. Johannes Stähle spielt regelmäßig als Gast mit dem Freiburger Barockorchester, dem Ensemble »Colorito« und dem Chamber Orchestra of Europe.

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Musikalische Stichworte …


Mein erstes musikalisches Erlebnis hatte ich, als ich ein Jahr alt war mit meinem Vater am Klavier. Es hat mich bis heute geprägt. Auch und vielleicht gerade deshalb, weil Musik in meinem Elternhaus immer eine wichtige Rolle spielte.

Dass ich im Alter von 16 Jahren, während meiner Ausbildung am Klavier zum Kontrabass kam, habe ich meinem Musiklehrer zu verdanken, der mich dazu animierte im Schulorchester mitzuspielen.

Mein Wunsch, Orchestermusiker zu werden, war anfangs gar nicht so klar. Als ich mich dann aber entschloss Kontrabass zu studieren, war mein Weg ins Sinfonieorchester besiegelt.

Das Probespiel beim hr-Sinfonieorchester, damals noch »Radio-Sinfonie-Orchester Frankfurt«, war für mich, nach intensivem Üben über fünf Jahre, ein überwältigender Erfolg und ich denke heute noch gerne an die Zeit mit meinem damaligen Chefdirigenten Eliahu Inbal und unsere Erfolge mit der Einspielung aller Sinfonien von Gustav Mahler zurück.

Diese Arbeit hat mich zutiefst innerlich erfüllt.

In den letzten Jahren gilt meine Leidenschaft aber mehr und mehr der Barockmusik und der historischen Aufführungspraxis. Meisterkurse bei Dane Roberts und Privatunterricht bei Ekkehard Weber eröffneten neue Sichtweisen und Horizonte für mich, die ich bis dahin nicht kannte, aber in mir schon länger spürte.

Warum gilt meine Leidenschaft der Barockmusik:

Die barocke Spielweise lässt Musik in ihrer reinsten Form erklingen, ohne unnötiges Geschnörkel drum herum. Als ausübender Künstler dient man der Musik durch sein Können und Verstehen und kommt so der Aussage des Komponisten möglichst nahe. Selbst- und Eigendarstellung treten in den Hintergrund. Bei Johann Sebastian Bachs Musik kommt dies am deutlichsten zum Tragen und es gibt nichts Tieferes und Versöhnlicheres für mich als seine Musik, wenn sie mit dem Wissen und Verständnis für seine Zeit interpretiert wird.


Lieblings-CDs:

Johann Sebastian Bach, Brandenburgische Konzerte, Freiburger Barockorchester, 2014
Johann Sebastian Bach, Complete Cantatas, Ton Kopman, Amsterdam Baroque Orchestra & Choir, 2009

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