Martin Fröst
Martin Fröst Bild © Mats Backer

Der Klarinettist Martin Fröst ist ein Schwede wie aus dem Bilderbuch: blond, schlank, groß und smart. Wenn der Ausnahme-Künstler allerdings die Bühne betritt, ist es mit jedem Klischee vorbei. In einem Stück wie dem hochvirtuoses Klarinettenkonzert von Anders Hillborg spielt Fröst nicht nur, sondern tanzt und gestikuliert wie ein Klarinetten-Beschwörer.

1970 in Uppsala geboren, gehört der weltweit gefragte Musiker zu den herausragenden Klarinettisten der Gegenwart, auch weil er das Spektrum seines Instruments beständig erweitert: mit neuen Klängen wie durch seine Offenheit für szenische und pantomimische Elemente. Fröst möchte neue Wege gehen, um die starren Strukturen des klassischen Konzertbetriebs aufzubrechen. Aber auch im Kernrepertoire setzt er immer wieder Maßstäbe: etwa mit seiner Interpretation von Mozarts Klarinettenkonzert. Schon 2005 hatte sich seine Aufnahme des Klassikers in einem Blindtest gegen 49 Vergleichseinspielungen durchgesetzt: ein Erfolg, der seine internationale Karriere nachhaltig beflügelte.

Als »Principal Guest Artist« des hr-Sinfonieorchesters wird Martin Fröst in der Saison 2018/19 in drei Projekten eine zentrale Rolle spielen und sein vielseitiges künstlerisches Spektrum zeigen können. Als klassischer Interpret einer Rhapsodie für Klarinette und Orchester von Claude Debussy wie als pantomimischer Tanz-Musik-Performer in einem exzeptionellen Klarinettenkonzert von Anders Hillborg ist er Ende Februar/Anfang März in einem hr-Sinfoniekonzert zu erleben. Ferner ist er als innovativer Impulsgeber und kreativer Gestalter aktueller nordischer Klarinetten-Literatur wie als seriöser Dirigent klassischer Orchesterliteratur in einem Auftakt am 9./10. Mai kennenzulernen sowie als inspirierender Partner von Musikern des hr-Sinfonieorchesters in einem interessanten Kammermusik-Projekt am 12. Mai im hr-Sendesaal.