Mann lächelt in Kamera

Mit seiner grenzenlosen Virtuosität bringt der international gefeierte Multi-Percussionist weltweit die Säle zum Kochen, sei es in Konzerthäusern oder in Clubs. Wenn Martin Grubinger einmal loslegt, gibt es für ihn und auch für sein Publikum kein Halten mehr.

Der gebürtige Salzburger beherrscht alles, was man mit Schlegeln spielen kann: Marimbaphon, Xylophon oder Glockenspiel, Bongos, Kongas und Bassdrums. Er hat inzwischen ziemlich alle Grenzen ausgetestet, die vorstellbar sind: spieltechnische, räumliche, zeitliche. Dass er mit seinen 1.100 BPM (Beats Per Minute) auch athletisch Weltspitze ist, verbucht Grubinger als Randnotiz.

Ihm geht es vielmehr um den »Flow« und die Musik. Denn die Klangschönheit der Instrumente, die er traktiert, schlägt und bearbeitet, erwächst nicht nur aus Lautstärke und Schnelligkeit, sie kann auch extrem zart und zurückhaltend erspielt werden. Nicht umsonst gilt er als einer der weltbesten Rhythmus-Künstler.

Schlagkräftiges Elternhaus

Martin Grubinger kam 1983 in Salzburg auf die Welt. Seine spätere musikalische Karriere hat er in die Wiege gelegt bekommen: Sein Vater Martin Grubinger senior ist Schlagzeuger und Lehrer am Mozarteum, der Salzburger Musikhochschule.

Bereits als Jugendlicher macht Martin Grubinher junior auf sich aufmerksam – als Marimbaspieler. Er nahm an internationalen Wettbewerben teil, noch bevor er überhaupt anfing zu studieren – zuerst in Linz, dann in Salzburg.

Trommeln als Hochleistungssport

Weil für ihn Schlagzeugspielen auch eine athletische Angelegenheit ist, trainiert er täglich, sei es in der Muckibude, beim Joggen oder Radfahren. Er kommt auf ein ähnliches Pensum wie ein Hochleistungssportler. Deswegen hält er auch lange Auftritte durch, so zum Beispiel 2006 bei einem so Schlagzeugmarathon, dem »Showdown« beim Wiener Musikverein oder bei einer siebenstündigen Schlagzeugnacht im Rahmen des Beethovenfests. Durch beide Auftritte erregte er ziemliches Aufsehen.

Familienangelegenheiten

Heute hat er schon mit allen großen Orchestern gearbeitet und ist in allen großen Konzertsälen zu Gast gewesen. Seit 2010 moderiert er im Wechsel mit der Cellistin Sol Gabetta das Musikmagazin »KlickKlack« im BR Fernsehen.

Seit 2009 ist er mit Ferzan Önder verheiratet, ein Zwilling des türkischen Klavierduos Ferhan & Ferzan Önder. Mit den beiden Pianistinnen und auch mit seinem Vater tritt er gelegentlich in Konzerten auf.

Konzerte mit dem hr-Sinfonieorchester

Dem Pulikum des hr-Sinfonieorchesters ist Martin Grubinger kein Fremder. Als »Artist in Residence« in der Saison 2015/16 präsentierte er in Frankfurt in vier spannenden Konzertprojekten sein Können: In den hr-Sinfoniekonzerten war er mit dem ihm auf den Leib geschriebenen Schlagzeugkonzert von Friedrich Cerha zu erleben sowie mit dem ungewöhnlichen Percussion-Theater-Stück »Speaking Drums« von Peter Eötvös.

Grubinger beteiligte sich an der Seite des hr-Sinfonierochesters außerdem an der »Langen Nacht« des »Fokus Sport« der Alten Oper Frankfurt mit Tan Duns ebenso eindrucksvollem Percussion-Konzert »The Tears of Nature« und war gemeinsam mit Musikern des hr-Sinfonieorchesters auch im Rahmen der Kammerkonzerte des hr-Sinfonieorchesters im hr-Sendesaal zu erleben.

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